Samstag, 4. November 2017

Donnerstag, 2. November 2017

Kunst und Resonanz: Käthe Kollwitz



Sie war die erste Künstlerin, die mich in der beginnenden Pubertät bewegt und berührt hat. 
Ihre Portraits in Kohle. Die Hände, die Füße, der schonungsfreie Ausdruck.
Leid. Und der "Aufstand!" aus ebendiesem. 
Weil Leid und Trauer dazu gehören, gehören sie abgebildet! So habe ich ihre Kunst verstanden.
Das hat mich beeindruckt und war mir ein Trost.
Hatte ich doch seit einigen Jahren mit einem Verlust zu leben, und mit dem gesellschaftlichen Phänomen, dass Krankheit,Tod und Leid lieber nicht dazugehören sollten...so legte sich eine Glocke des Schweigens über meine Welt und dann gab es Käthe Kollwitz....meine Verbündete im Erforschen dessen,was sich ausdrückt, wenn uns das Leben jemanden nimmt. Keine leicht Kunst. Auch heute nicht. Zu sehen im Würzburger Kulturspeicher.
Sie hat mich wieder berührt. Und ich habe ihr gedankt. Für soviel Respekt und Ehrlichkeit.
Gezeichnetes Leid ist etwas anderes, als fotografiertes. Muss es doch die Augen, das Denken, das Erinnern und wenn man so will, die Seele, passieren um sich dann, mit dem was man ihm mitgibt zu verändern und zu äußern.



Die Radierungen und Zeichnungen der Ausstellung zeigen den Aufstand der Weber. Den Bauernkrieg und seine Folgen, die schwierigen Verhältnisse der Erniedrigten.
Ich musste um fotografieren zu dürfen,unterschreiben, dass ich die Fotografien nicht kommerziell nutze. Dieser Blog ist nicht kommerziell, und dennoch zeige ich Euch nur die Zug fahrende, meiner Hand entsprungene, Resonanz.



"Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind"

Käthe Kollwitz, Tagebuch November 1922


Danke, Käthe Kollwitz, für das unverschleierte hinschauen und aushalten.

Mehr Kunst und Resonanz : *klick*

Montag, 30. Oktober 2017

Monatsfreuden Oktober und eine Gewinnerin



Herbst
In der Stadt, im Park, allüberall.
Die Oktoberfarben waren mir eine solch kunterbunte Freude.


 Jeden Tag etwas "Gefährliches".
Eine Art Motto, das mich derzeit begleitet, braucht es doch Mut und Courage für das eigene Leben und einen solchen Beitrag für die Allgemeinheit. Mut wurde also kultiviert...
Gut, dass ihr mich beim spontanen und zu späten Verlust des Höhenmutes nicht habt schimpfen hören...in Extremsituationen offensichtlich ein Reflex...
Oder war doch jemand ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt auf der Münchener Auer Dult?
Das Kind hatte allerallergrößte Freude im Wellenflug.
Wenigstens einer...







Oktober im Zeichen des kreativen Tätigseins. Zuhause, auswärts, regelmäßig, geballt und häppchenweise- alles dabei. Ich bin satt und genährt mit vielen neuen Impulsen und bunten Farben.









Die Schönheit abendlicher Nachhausewege.



Und ein 2 jähriges Blogjubiläum. Mit so schöner Post :-)...vielen Dank an die Versenderinnen, ich werde hier vielleicht noch etwas zeigen. Aber die große Freude sei schon mal erwähnt.
Und eine Losgewinnerin.
Herzlichen Glückwunsch Susanne!


So habe ich die Buntheit des Herbstes gesammelt und die
herbstgefiederte Amsel macht sich auf den Weg.
Mögen die Farben bis in den November hineinleuchten.




Dienstag, 24. Oktober 2017

Herbstgewand



Warum nicht auch für Amseln?

Hier eine herbsterfreute Ebensolche, die auch einmal bunt tragen möchte.
Da mein Blog nun 2 Jahre online ist und ich mich bei meinen zahlreichen LeserInnen
farbenfreudig bedanken  möchte, gibt es eine

VERLOSUNG!
Hinterlasst einen Kommentar bis Sonntag, 29.10.17 und der Vogel bekommt per Post ein neues Zuhause.



... und weil es eine kunterbunte Waldamsel ist, flattert sie noch zu
Susannes "Papierliebe am Montag" 

Montag, 23. Oktober 2017

Salutogenese mit Beuys VI...schon wieder ein unmöglicher Garten!



" Ich glaube, alles Gute und Schöne kommt aus unseren inneren Gärten:
die Musik, die Poesie, die Kunst, die Liebe....
Wir können meistens nicht sehr viel verändern am Lauf der Welt, aber wir können entscheiden, was wir daraus machen wollen.Das ist ein wundervolles Geschenk, Anne, aber auch eine große Verantwortung
(...)
Das wundervolle am Lichtergarten ist, egal ob es Winter oder Sommer ist,
ob Tag oder Nacht, ob du arm bist oder reich: Er ist immer da, in dir.
Im Lichtergarten findest du Ruhe, Trost und Verständnis.
Aber natürlich musst du ihn genauso pflegen wie einen richtigen Garten.
Wenn du ihn vergisst, dann vertrocknet er, und ganz viele schöne Samen werden vielleicht nie zu Blumen. Wenn du ihn aber oft besuchst, ihn hegst und pflegst, dann wird er schöner, stärker und leuchtender mit jedem Tag, du findest dort immer ein Zuhause. dann mach er dich freier von allem, was in der Welt so passiert."

( Aus dem Bilderbuch von Soheyla Sadr,"Anne und Pfirsisch", Patmos Verlag 2014)
 



Ein schöner Text. Nicht ganz nach meinem Geschmack bebildert.
Also habe ich mal nachgeschaut... in meinem eigenen Lichtergarten. Ein wenig gestaunt, gegossen, gezupft, geschnuppert und mich an der Freiheit der Pflanzen erfreut.

Mehr zum Projekt Salutogenese mit Beuys findet ihr hier