Mittwoch, 10. Mai 2017

Platzbeobachtung München II- Auf einen Tee
























9 Uhr 15.Straßengebrummel, Fahrradgeklapper.
Augen zu. Sonne auf die Nase.
Die auditive Unterschiedlichkeit von linearen und kurvigen Fahrtwegen.
Krähenruf. Amselgezwitscher. Sohlengeklapper.
Die Relativität von Zeit und Raum und die Frage, ob Ruhe allein schon für Weite sorgen kann.
Der Amselgesang rückt näher heran.Die Sonne tut es ihm gleich.
Ein schlendernder Mann grüßt.
Nachdenken über Freiheit und ob diese wohl automatisch mit Weite verknüpft ist.
Eilender Mann, eindrücklich und erwartungsvoll nickend.
Sind Freiheit und Weite das, was sich zwischen den Motorengeräuschen findet?
Angenommen, Zeit ist ein Geschenk, wie packt man es aus?
Der Platz in der Mitte erscheint ebenso "unausgepackt". Keiner da.
Alle drumherum.
Schlendernder Mann auf dem Rückweg, zwinkernd...
Wo war ich? Also hier, am Platz, unausgepackt, weil noch schattig.
Die in alle Richtungen vorbeigehenden Menschen wählen ganz klar die Sonnenseiten.
Wären die Radfahrer frei, sie täten es wohl ebenso.
Wo bliebe dann der Raum?

Tee getrunken, zurückgezwinkert, gegangen.

Kommentare:

  1. Eine feine Straßenbegegnung. Danke fürs Teilen - auch der Gedanken dazu. Freiheit - ein mächtiger Begriff. Kaum greifbar.
    LG. Susanne

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  2. Was sagt uns das? Alle möchten auf die Sonnenseite des
    Lebens. Aber leider geht das nicht! Schöne Begegnung. Deine
    Ausführungen gefallen mir und lassen mich Nachdeken.
    Einen schönen Wochenteiler wünscht dir
    Irmi

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  3. wie würde ich das zeitgeschenk auspacken? langsam und bedächtig. den knoten vorsichtig lösen, das band nicht zerschneiden. das papier mit beiden händen nehmen und es behutsam auseinanderfalten, es mit bedacht zusammenlegen. drinnen der karton. ich öffne ihn vorsichtig und da ist sie, die zeit. ich hab sie mir selbst geschenkt.
    ein schöner text, liebe taija!
    herzensgrüße von mano

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  4. Momente genießen, einfach mal innehalten. Das hast Du gut getroffen. Wir brauchen solche Momente wohl alle.
    LG
    Magdalena

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  5. momente einfangen ist das nicht richtige freiheit ? wunderbar nachzulesen !

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