Sonntag, 19. November 2017

Mikrokosmos Streif(en)züge



 Mikrokosmos (*klick*) ist der verkleinerte Blick auf sich dadurch vergrößernde Dinge.
Das, woran ich oft vorbeigehe ohne es zu bemerken.

Diesmal die "Gestreiftheit der Stadtfelsen".

Microcosmic view (click) on things I usually don´t recognize. A smaller regard makes a bigger view.


Streifen und Farben

Streifen und Farben.
Meine Ideen reifen so langsam, dass zwischenzeitlich Unruhe aufkommt.
Aber wie war das mit dem Wein, dem guten?





Das Kind wiederum ist schon sehr viel weiter mit seiner künstlerischen Post.
Wie wunderschön, diese leuchtenden Karten...




Montag, 13. November 2017

Druckfrisch und bereit für die Kiste



AZ, 11. und 12.11.2017,tm




Hier *klick* alle Posts Über die Poesiekiste.

Zur Zeit überlege ich, was die Kiste den Winter über braucht. Es ist dunkler und ungemütlicher, die Menschen flanieren weniger. So ist die letzten Tage kaum etwas herausgenommen worden.
Regen und Wind zerren an den Außenplakaten und derzeit ist es zu nass für eine Außengestaltung.
Auch innen ist es etwas klamm.

Ich könnte ihr einen Winteranzug stricken, der Jahreszeit gemäß...wie wäre das?

Jeder, der mitmachen möchte darf dies gerne tun. Für Außen wie innen. Poesie oder Dekoration.
Willkommen!


Sonntag, 12. November 2017

12x12/ November 2017



Novemberwettermorgen. 
Augen schließen, Regen lauschen. Ein so wunderbares Geräusch.





Im noch stillen Wohnzimmer Freude über das sonntagmorgendliche Radioprogramm.
"Lebenselixier Bewegung". Ich lausche immernoch.


"Es geht darum, etwas Auszuprobieren. Dabei ist es nicht wichtig, ob es gelingt oder nicht. Es geht darum, alles im Bewusstsein des Übens zu tun, um zur Haltung der Selbstliebe zurückzufinden. Sich zum Beispiel auch darin zu üben, mit liebender Haltung unangenehmen Begegnungen gegenüberzutreten. Nicht aus einem Muss heraus, sondern freiwillig.  So kann man die Freundschaft und Liebe zu sich selbst wiederentdecken. Zum Wohlbefinden mit sich und anderen, gehört die innere Balance. Sie gewinnt man am leichtesten in der Stille und im Innehalten zurück, die man für sich zum Reflektieren nutzt. Vielleicht ist dieser Weg nicht einfach, aber er hält uns in Bewegung und unseren Körper, unsere Seele und unseren Geist lebendig. ( Bayern 2 , Lebenselixier Bewegung am 12.11.17*klick*)




... und stricke...


Das Kind genießt ebenso.



Und baut. In Novembergrau.





Morgens bereits an mittags denkend. In diesem Hause braucht es für einfache Gerichte zweierlei Teig. Der darf erst einmal auf der Heizung ruhen.



Gegen Mittag dann zweierlei Gerichte zubereitet.
Die Schönheit des Krauts bewundert.
Beim Kraut schneiden nur Kraut geschnitten.
Ich übe...*klick*

Es duftet nach Kraut, Fenchel, Curry...hmmm...
Und dann noch nach kindgewünschter Pizza.



Meine tägliche Übung:
Eine kleine und sehr schnelle Serie unzensierten Zeichnens.
Dann noch etwas Arbeit an einem Projekt. Die Familie lässt mir den Raum.



Draußen toben Herbststürme und rütteln an den Ziegeln.
Ich lausche...außer dem Wind auch noch den Briefen von Marthá und Johanna.

" Der Herbst hat uns ohne Ankündigung überfallen. Schickt mich mit Mütze und Handschuhen
ins Tal. Durch fade Nebel. Die ich selbst verscheuche. Mein alter treuer Sehnsuchtsort aus
Schindeln klopft an. Mein Herbstbild, Winterbild."

(Zsusza Bánk, "Schlafen werden wir später", S.Fischer , Frankfurt 2017, S.347)






Hier hagelt es mittlerweile beeindruckend laut. Alle lauschen wir.


Das Kind hört sich vinylknisterndes Grips-Theater ( *klick* ) an und malt.
Denn bald wollen wir einladen, zum Adventssüß, zum Neujahrssüß. Zu Licht und Kuchen.
Zeit wird es...und hier ist es schon wieder dunkel.



Zum Ausklang  eines unaufgeregten Novembersonntags gibt es jetzt noch eine kleine kreative Abendrunde. An Ideen und Vorhaben mangelt es nicht.
Gute Nacht da draußen!

Hier *klick* könnt ihr sehen, was viele andere heute gelebt haben.






Freitag, 10. November 2017

Poesiekiste im Herbst



Sommerpause hat sie gehabt, die Poesiekiste.

Zum November habe ich sie mit einem neuen Außenplakat
versehen,auch das Innenleben aufgeräumt und gefüllt.
Dies ist immer wieder  mal nötig, da sie schonungslos
dem Wetter ausgesetzt ist, und dieses deutliche Spuren hinterlässt.
Man sieht ihr das treue Stehen an.
Wenn der Frühling kommt, bekommt sie einen farbenfrohen Anstrich,
notiere ich in mein Ideenbuch.

Hier *klick* erfahrt ihr mehr über das Projekt.

Die Kiste, die unbekannten Leser und ich freuen sich jederzeit um Eure Teilnahme.
Schnipselpoesie für Herbst und Winter, für jede Lebenslage, in groß, klein, bunt oder
schwarz-weiß, collagiert oder coloriert. Alles ist willkommen. Fühlt Euch frei!

Hier *klick* steht wie es geht.



Donnerstag, 9. November 2017

Denken

























Diese Woche, während einer längeren Stillemeditation, kam in mir allergrößte Begeisterung auf: 
endlich hatte ich eine passende, handwerkliche Geschenkidee,
eine Möglichkeit einen Kuchen frei von... zu backen,
eine passende Antwort, auf eine unpassende Frage,....und so vieles mehr.
Wie effektiv doch diese Gedankengänge waren!

Bis mir dann wieder auffiel, dass ich mir etwas anderes vorgenommen hatte.
Achtsam zu atmen, zu sitzen, meine Gedanken ziehen zu lassen. Das einfachste und zugleich schwerste der Welt...so kommt mir mein Denken immer wieder dazwischen.
Davongaloppierend, sammelnd, koordinierend, auflistend, resümierend. 
Was unser Geist eben so gerne tut. Und der meine auch.

Wie schaffe ich es dauerhaft mich in einem achtsamen Leben zu erproben?
Ich stelle immer wieder fest,wie schwer es ist dies aufrecht zu erhalten: 
Achtsam zu sein, achtsam zu bleiben. Abseits von ständiger Beschleunigung. 
Nicht nur in meinen kleinen selbstgemachten Kreisen,
sondern auch in den größeren Kreisen drumherum.

Wie lebt man ein entschleunigtes Leben in den größeren Strukturen?
In einer Gesellschaft, in der Stille, Schlaf und Zeit Luxus sind?

Insgeheim wissen wir alle, was es bräuchte....

"Aber dass die Gesellschaft als Ganzes sozusagen wieder sich so auf ein menschliches Maß zurückbegibt und nicht mehr verbraucht, als sie regenerieren kann, das ist natürlich ein ganz langer Prozess."
( Wolfgang Schmidbauer, Quelle )

Höre *klick* ein Interview,
das mich im noch weiteren Sinne weiterhin nachdenklich bleiben lässt...
so ziehen die Gedanken ihre Kreise, und ich kümmere mich weiterhin sorgsam um meine Achtsamkeit.



Mittwoch, 8. November 2017

Besuch im Lichtergarten II





Es gibt dort auch die dunkleren, geheimnisvolleren Ecken.
Ein kleines Wäldchen sogar...



Ich erhole mich. Von zu vielen Gedanken, vielen Ideen, weniger Zeit
und dem immerwährenden Gefühl nicht fertig zu werden.
Und übe mich im Genügen.
Im Atmen.

Montag, 6. November 2017

Poetisch durch den Monat: Novembergrau



Es gibt zwei Monate, die machen es mir schwer und der November ist der eine. Er sät Melancholie, im Sinne der Bewusstwerdung von Abschied und Vergänglichkeit. Er bietet eine Kälte, die sich nassgrau durch alle Türritzen und Wollpullovermaschen schleicht.
Er pustet Dunkelheit vor die Sonne und treibt uns in die Häuser.

Wie gut, dass es Licht gibt, das wir in uns und um uns entzüden und verbreiten können.
Und trotzige, lebensfrohe, lichterne Farben.

Und Poesie.



Dieser November

Dieser November war ein Lehrgang
Für die Farbe Grau.

Ich habe gelernt. Nie wieder
Spreche ich von Novembergrau.

Das gibt es nicht. Besonders
Das Grau des Novemberhimmels

War ziemlich farbig mit seinen
Durchmischungen von Gelb- und Silbertönen.

Einem Seminarteilnehmer schien es, als 
Seien es früher mehr Blau und Schwarz

Gewesen, die das Grau durchwirkten.
Zeichnet sich da etwas ab

Hinter dem Grauen, hinter dieser 
Grellen graugelben Farblosigkeit?-

Peter Salomon






Donnerstag, 2. November 2017

Kunst und Resonanz: Käthe Kollwitz



Sie war die erste Künstlerin, die mich in der beginnenden Pubertät bewegt und berührt hat. 
Ihre Portraits in Kohle. Die Hände, die Füße, der schonungsfreie Ausdruck.
Leid. Und der "Aufstand!" aus ebendiesem. 
Weil Leid und Trauer dazu gehören, gehören sie abgebildet! So habe ich ihre Kunst verstanden.
Das hat mich beeindruckt und war mir ein Trost.
Hatte ich doch seit einigen Jahren mit einem Verlust zu leben, und mit dem gesellschaftlichen Phänomen, dass Krankheit,Tod und Leid lieber nicht dazugehören sollten...so legte sich eine Glocke des Schweigens über meine Welt und dann gab es Käthe Kollwitz....meine Verbündete im Erforschen dessen,was sich ausdrückt, wenn uns das Leben jemanden nimmt. Keine leicht Kunst. Auch heute nicht. Zu sehen im Würzburger Kulturspeicher.
Sie hat mich wieder berührt. Und ich habe ihr gedankt. Für soviel Respekt und Ehrlichkeit.
Gezeichnetes Leid ist etwas anderes, als fotografiertes. Muss es doch die Augen, das Denken, das Erinnern und wenn man so will, die Seele, passieren um sich dann, mit dem was man ihm mitgibt zu verändern und zu äußern.



Die Radierungen und Zeichnungen der Ausstellung zeigen den Aufstand der Weber. Den Bauernkrieg und seine Folgen, die schwierigen Verhältnisse der Erniedrigten.
Ich musste um fotografieren zu dürfen,unterschreiben, dass ich die Fotografien nicht kommerziell nutze. Dieser Blog ist nicht kommerziell, und dennoch zeige ich Euch nur die Zug fahrende, meiner Hand entsprungene, Resonanz.



"Ich bin einverstanden damit, dass meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind"

Käthe Kollwitz, Tagebuch November 1922


Danke, Käthe Kollwitz, für das unverschleierte hinschauen und aushalten.

Mehr Kunst und Resonanz : *klick*