Samstag, 5. Dezember 2015

Kunst und Resonanz: "Melangie" / Bettina Hutschek


Kunstwerke aus besuchten Ausstellungen, die in mir nachklingen, etwas auslösen, mich berührt oder irritiert haben und dies immer noch tun. Die sich dann verformen und mir in meinem Tun wieder begegnen.


Im Sommer 2014 besuchte ich eine kleine Ausstellung in Berlin-Neukölln.
Sie trug den Namen "Es werde Licht- Künstlerische Projekte zu Schöpfungsmythen und dem Ursprung des Lebens" und war zu sehen in der Galerie im Körnerpark.

Und dann war da dieser Film der Künstlerin Bettina Hutschek.Ein poetisches Oeuvre in utopisch konstruktivistischer Manier.So feinsinnig und Gedanken anstoßend. In der Ausstellungsbroschüre gibt es folgende Beschreibung:
"Bettina Hutscheks Essayfilm „Melangie“ schließlich ist eine poetische Utopie über ein fremdes Volk, das sich nicht über Sexualität vermehrt, sondern über ein komplexes System, für das verdrängte Erinnerungen von besonderer Bedeutung sind."
Ungefähr fünf mal habe ich ihn  mir an diesem Tag angesehen. Zunächst alleine, dann mit Freundin A., auf die ich gewartet hatte.


Und seither ist mein Wortschatz um ein Wort vergrößert: Melangie.

" Melangie ist eine Trauer über etwas, das niemals war." , heisst es am Ende des Films.
 

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Handgewirkt, verpackt und und auf Reisen geschickt....




























...und in eines der Päckchen wäre ich gerne mit reingeschlupft, ein allzu schönes Ziel...bon voyage! Ich hoffe sehr,es wird die Empfängerin erfreuen!

Dienstag, 1. Dezember 2015

Monatsmotto Dezember: "Miteinander"


Wert-Voll sammelt  hier  wieder Monatsmottos.
Mein Monatsmotto für den Dezember ist das Miteinander.

Momente versuchen miteinander zu teilen, in  denen alles, was immer so zu tun ist noch etwas warten darf - und wenn es "nur" für eine viertel Stunde ist.
Momente in denen wir uns vielleicht zugewandter sind, ohne stromgebundene Medien, ohne viel TamTam, ganz ursprüngliches Beisammensein. Am Besten täglich. Zu zweit, zu dritt, zu mehreren.
Der Advent bietet sich dafür geradezu an.Ich bin freudig gespannt, was, mit wem und wie wir sein werden. Und wer von uns welche Vorstellung von einem gelungenen Miteinander hat.
Bislang ist es noch mein eigener Plan gegen Alltagsroutine und eingeschlichene Angewohnheitssymptome, gegen die Nach-der-Arbeit-Müdigkeit und den damit verbundenen Ruhebedarf inklusive Launenhaftigkeit....wer weiss, vielleicht geht es ein wenig mehr ohne all das? Und vielleicht ist es inspirierend oder gar ansteckend?

Aus dem kleinen Büchlein namens "Oh!" findet passend folgende Geschichte den Weg hierher:

"Eine alte Indianerin pflegte ihren spanischen Nachbarn stets ein paar Rebhuhneier oder eine Hand voll Waldbeeren zu bringen. Die Nachbarn sprachen kein Aurankanisch mit Ausnahme des begrüßenden "Mai-Mai", und die alte Indianerin konnte kein Spanisch, doch sie genoss Tee und Kuchen mit anerkennendem Lächeln.
Die Nachbarskinder bestaunten ihre farbigen Umhänge, von denen sie mehrere übereinander trug, ihre kupfernen Armbänder und ihre Halsketten aus Silbermünzen.
Sie wetteiferten darum, den melodischen Satz zu behalten, den die Frau jedes Mal zum Abschied sagte. Schließlich konnten sie ihn auswendig, und sie fragten einen anderen Indianer, der zugleich spanisch sprach, was er bedeute.
´Er bedeutet´, antwortete dieser, ´ ich werde wiederkommen; denn ich liebe mich, wenn ich bei euch bin.´ "
( "Oh!", Andere Zeiten e.V., Hamburg 2010, S. 34)

Immer wieder....



....wenn der Winter anklopft, oder schon Platz genommen hat, dann kommt sie in unsere Stadt:

 Georgette Dee.

 Am Sonntag war es wieder soweit und in liebgewonnener Gewohnheit sind Freundin D. und ich lauschen, sehen und lachen gegangen.
Wir bekamen eine große Portion Romantik serviert, mit viel eingewebter Ironie und Obszönitäten. Weltschmerzliches wurde von ihr deutlich ausgesprochen und mit einem unverwüstlichen Glauben an das, was uns leuchten,lieben und träumen lässt, bestückt. Das hat gut getan, Georgette Dee.
Komm wieder!
Hier im Interview