Sonntag, 4. Dezember 2016

Zwei Kerzen und ein rotes Leuchten

 
Weit in der Ferne hat ein Herz mit dem Schlagen aufgehört.
Meine Gedanken und ein rotes Leuchten am Fenster sind bei der guten Seele, die nun- nach über sechzig gemeinsamen Jahren- alleine zurück bleibt.
 

























So ist der zweite Advent ein stiller und angedenklicher.


Und dennoch mit Freude versehen.
Die ersten Adventspostkarten sind angekommen...Danke Silke, Eva und Sandra!


Ghislanas liebevolle Stempelkringelei kam schon vor einigen Tagen.

... und aus Schachteln purzelnde Kleinode werden gold gerahmt.
Danke, liebe Mirjam!

Für mich ist es das erste Mal, aber Mano hat eine wunderbare "Ode" an die Kleinode gepostet (*klick*)
Ich schliesse mich ihr an. So viel filigrane Kreativität und Freude steckt darin.



























Sehr gerührt hat mich die Geschichte vom 3.12. im Andere Zeiten Kalender.

"Nur ein Streifen Silberpapier, weiter nichts.Aber das Mädchen mit dem Diamanten im Nasenflügel hatte ihn berührt. Tauber faltete ihn auseinander, bis er ein glänzendes Rechteck ergab, voller knittriger Linien.(...)"

Ein Herr Tauber, der kleine Dinge berührender Momente sammelt und langsam zum  Aufbewahrer wertvoller Momente für seine Nachbarn wird.
So finden sich in seinem Regal das Papier, ein Schnuller, ein Liebesbrief, ein rotes Spielzeugauto, und mehr...

" Immer häufiger ertönte Taubers Gong, der so lange unbenutzt gewesen war. Die meisten wollten nur mal gucken. Einige von diesen kamen zweimal und beim zweiten Mal brachten sie etwas mit: unscheinbare kleine Dinge, nur Müll in den Augen vieler. Sie lächelten, wenn sie ihre eigenen Geschichten vom Glück erzählten. Und manchmal lächelte Tauber mit.(...)"

( Adventskalender Andere Zeiten e.V. 2016, 3.12. Karl Olsberg)

 Dann fiel mir dieses Münchner Projekt ein.
Ein bisschen wie Herr Tauber. Schön.

Habt einen liebevollen Advent!

Kommentare:

  1. Dein heutiger Post wühlt mich sehr auf: vor allem das Thema, dass der Tod einer lebenslangen Gemeinschaft ein furchtbares Ende setzt. 15 Monate hat es bei meinen Eltern gedauert, bis der Überlebende aufgegeben hat... und es hat mir so deutlich gemacht, dass es mir ähnlich gehen könnte, dass mir der größte Schrecken noch bevor steht. Dein letztes Foto hat mich inspiriert, meine Liebe auch auf andere Weise zu darzustellen. Sie ist ohnehin das, was mein Leben lebenswert gemacht hat...
    Ganz besinnliche Grüße nach M.
    Astrid

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vom ersten Tag an ist er mit im Gepäck...und lässt sich nicht vorraussagen...Gut, wenn die Zeit zwischen Kommen und Gehen erfüllt ist. Alles andere wäre doch noch viel trauriger. Sei lieb gegrüßt nach K. :-), Taija

      Löschen
  2. Wenn wir in der Zeit zwischen Kommen und Gehen nur lernen können, dass es nichts gibt, das uns trägt im Leben außer der Liebe, dann können wir vielleicht satt werden am Leben. Und uns ohne Schrecken wieder zur Erde neigen. Mit viel Zuversicht auf alles Weitere.
    Dein Post ist so berührend. Der Tod ist groß. Und mein liebster Satz dazu kommt vom alten Eichendorff:
    "Du bists, der was wir bauen
    sanft über uns zerbricht..."
    Einen schönen zweiten Advent Dir und Deinen Lieben wünscht
    Lisa

    AntwortenLöschen
  3. Auch ich schicke stille,kräftigende Gedanken und drücke dich und damit auch die beiden Seelen hier wie dort. Es ist die gemeinsame Zeit, die uns hält und trägt und die hoffentlich alles überdauert. Einen schönen Sonntag - mit viel Licht.
    LG. Susanne

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, liebe Susanne! Ich schicke deine guten Gedanken gerne mit. Liebe Grüße!

      Löschen
  4. ich habe es gestern schon gelesen und konnte nichts dazu schreiben - bin ich doch auch schon ganz lang mit einem menschen verbandelt. da ist immer ein wenig angst dabei, allein zurückzubleiben. aber das gemeinsame leben mit liebe füllen, das ist so wichtig.
    schön, dass du an den zurückgebliebenen menschen mit gedanken und kerzen denkst.
    mich hat gerade auch lisas portrait von mirjam so angerührt, es ist so liebevoll gestaltet, so wie ihre wunderschönen kleinen arbeiten im adventskalender. ich freu mich, dass du dieses jahr auch diese täglichen kleinen freuden erleben darfst!
    liebe grüße in eine neue woche, mano

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das sind wirklich tägliche Freuden, die aus dem Kalender herauspurzeln :-)
      Und: wenn es nicht auch schön wäre, das Leben, dann gäbe es viele Sorgen und Ängste zwar nicht, aber was würde uns außerdem alles fehlen...Liebe Grüße, Taija

      Löschen
  5. Liebe Taija, wie schön, wir lesen dieselben Adventskalender, Andere Zeiten (Die Geschichte vom Herrn Tauber hat auch mich sehr angerührt) und Mirjams zauberhafte Welten aus der kleinen Schachtel... Und Adventspost, jeden Tag - ich mag die Zeit gerade sehr. Und wie recht du hast, vom ersten Tage an haben wir "ihn" mit im Gepäck. Da ist es so gut, wenn Leben erfülltes Leben sein darf. Lieben Gruß Ghislana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann denke ich an Dich mit, täglich beim öffnen, lesen und freuen...danke Ghislana!

      Löschen